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Typische Erlebnismuster veränderter Bewußtseinszustände
Stanislav Grof, hat in seinen Untersuchungen typische und immer wiederkehrende Erlebnismuster, die während der LSD_induzierten Trance auftreten, als Reaktivierung von vier prä- und perinatalen Erlebnismuster interpretiert. Grof sieht folgenden typischen Ablauf : Der pränatalen Erfahrung der kosmischen Einheit im amniotischen Universum folgt mit dem Beginn der Geburt und der beginnenden Wehen die Erfahrung des Verschlungenwerdens im Kosmos. Es folgt die Erfahrung der Auswegslosigkeit oder Hölle, die Phase vor der Austreibungsphase. Die Austreibungphase ist ein Kampf um Leben und Tod, an dessen Ende nach der Erffahrung der totalen Vernichtung und des Sturzes in den kosmischen Abgrund Visionen von blendenem Weiß und goldenem Licht folgen. Die Erfahrungsfolge von Tod und Wiedergeburt öffnet typischerweise das Tor in den transbiographischen Bereich der menschlichen Psyche, den er als transpersonal bezeichnet. Transpersonale Erfahrungen, die mit einem Überschreiten räumlicher Barrieren einhergehen, deutet darauf hin, daß die Grenzen zwischen dem Individuum und dem übrigen Universum nicht absulut feststehen. Unter bestimmten Umständen ist es möglich, sich erfahrungsmäßig mit allem im Universum, einschließlich des gesamten Kosmos selbst zu identifizieren.l
17th Der Kosmische Tag

Es war als würde ich bis ans ende der Zeit reisen und mich in totaler Harmonie dem Kosmischen Klang nähern. Kosmischer Klang rein in seiner resonanz klahr und durchdrigend schwingt er. Treibt mich bis zum ende der Zeit , wo er dan stand, der Weltenbaum das Abbild der Ganzheit des Lebens es durchflutete mein Bewusstsein. Es war als würde ich mal wieder verstehen. Verstehen warum ich hier bin auf diesem Planeten. Es ist so wunderbar so schön Ygdrasil du Symbol des Lebens durchflutest mein Bewustsein mit der Erkentniss des seins. Globt sei der Schöpfer der Architekt des Lebens wiesheit in deinem handeln und klahrheit in deinen Visionen. Heilung . Ein strahl so voller energie umwindet den Weltenbaum. Gibt ihm kraft und stärke sehe wie er wächst und gedeiht. Heilung. Oh Mama Luna du bist die Heilerin die da bringt den Frieden und das Verständniss. Heilung. Wir sind es die spenden. Spenden unsere Energie um zu heilen. Heilung. Frieden. Oh Odin du Schöpfer der Dinge du Allvater Gegrüßt seist du. Die ewige Ordnung im caos wieder hergestellt. Einklang. Heilung. Wir die Kinder Gajas sind teil der großen Schöpfung Verstehen wer wir sind Verstehen wie wir sind um im einklang der Prozesse zu agieren Heilung Auf allen ebenen des Seins
Neue Karten vom Hyperspace
    
Terence McKenna
In Joyces Ulysses sagt Stephen Dedalus: "Geschichte ist der Alptraum, aus dem ich zu erwachen versuche." Ich würde das umdrehen, und sagen, daß wir vor der Geschichte in einen Traum fliehen wollen. Der Traum beinhaltet theologische letzte Dinge, wie Tod, das jüngste Gericht und Unsterblichkeit. Der Traum ist zeitlos und außerhalb der Geschichte. Wir wollen in einen Traum flüchten. Flucht ist ein Schlüsselthema, das jenen vorgeworfen wird, die mit pflanzlichen Halluzinogenen experimentieren. Die Leute, die diese Anschuldigungen machen, wagen es kaum, sich der Tatsache zu stellen, in welchem Ausmaß Halluzinogene auch wirklich Fluchtpotential besitzen. Flucht. Flucht vom Planeten, vor dem Tod, vor Gewohnheit, und wenn möglich vor dem Problem des Unaussprechlichen.
Wenn man die drei letzten Jahrhunderte geschichtlicher Erfahrung, wie sie sich in Europa und Amerika entwickelt hat, beiseite läßt, und man das Phänomen von Tod und die Lehre von der Seele und in all ihren Verzweigungen untersucht – neoplatonisch, christlich, dynastisch-ägyptisch, etc., – findet man wiederholt die Vorstellung, daß es einen Lichtkörper gibt, eine Eigengesetzlichkeit, die irgendwie während des Lebens mit dem Körper vermischt ist und zum Zeitpunkt des Todes an einem Wendepunkt beteiligt ist, an welchem diese zwei Hüllen sich trennen. Ein Teil verliert sein "raison d'être" und löst sich auf, der Stoffwechsel hört auf. Der andere Teil geht wir wissen nicht wohin. Vielleicht nirgendwo hin, wenn jemand nicht an seine Existenz glaubt; aber dann steht man vor dem Problem des Versuches, Leben zu erklären. Und obwohl die Wissenschaft große Ansprüche erhebt, und in der Erklärung von Systemen von nuklearen Teilchen und einfachen Atomsystemen auch recht erfolgreich war, ist die Vorstellung, daß Wissenschaft beliebige Angaben über Leben und woher es kommt, machen kann, zur Zeit absurd.
Die Wissenschaft kann nichts darüber sagen, wie man beschließen kann, seine Hand in eine Faust zu ballen, und trotzdem geschieht es. Dies ist völlig außerhalb des Bereiches der wissenschaftlichen Erklärung, denn was wir in diesem Phänomen sehen, ist Geist als erste Ursache. Es ist ein Beispiel von Telekinese: Materie wird vom Geist zur Bewegung veranlaßt. Wir brauchen also das Hohnlächeln der Wissenschaft in Fragen von Schicksal oder Herkunft der Seele nicht zu fürchten. Meine erste Sondierung auf diesem Gebiet war immer die psychedelische Erfahrung, aber in letzter Zeit erforsche ich Träume, denn Träume sind eine viel allgemeinere Art der Erfahrung der Hyperdimension oder der Art und Weise, in welcher Leben und Geist eingebettet zu sein scheinen.
Wenn man betrachtet, was Leute mit Schamanen-Tradition über Träume sagen, kommt man zur Erkenntnis, daß Traumrealität (durch Experimente) für diese Leute ein paralleles Kontinuum ist. Der Schamane betritt dieses Kontinuum durch die Halluzinogene, wie auch durch andere Techniken, am effektivsten jedoch durch Halluzinogene. Jeder andere betritt es durch Träume. Freuds Vorstellung über Träume war, daß sie, wie er es nannte, "Tagesrückstände" waren, und daß man den Inhalt des Traumes zu einer Verzerrung von etwas, das während der Wachzeit geschehen ist, zurück verfolgen konnte.
Ich meine, daß es viel brauchbarer ist, zu versuchen eine Art geometrisches Modell des Bewußtseins zu erstellen, die Vorstellung eines parallelen Kontinuums ernstzunehmen und zu sagen, daß Geist und Körper im Traum eingebettet sind, und der Traum eine höher stehende großräumige Dimension ist. Im Schlaf wird man in die wirkliche Welt freigelassen, von der die Wachwelt nur die Oberfläche, in sehr wörtlich geometrischem Sinn, darstellt. Es gibt einen ausgefüllten Raum- und jüngste Experimente der Quantenphysik neigen dazu, das zu unterstützen – einen holographischen Raum ausgefüllt mit Informationen. Alle Information ist überall. Information, die es hier nicht gibt, gibt es nirgendwo. Information steht außerhalb der geschichtlichen Zeit. Es ist wie Plato gesagt hat: "Zeit ist das bewegliche Abbild der Ewigkeit." Die Ewigkeit hat kein zeitliches Bestehen, nicht einmal jene Art von zeitlichem Sein, über das man sagen würde, "es hat immer existiert". Sie hat keine zeitliche Dauer jedweder Art. Sie ist Ewigkeit. Wir sind nicht primär biologisch, da der Geist als eine Art von Schillern hervortritt, als eine Art von Epiphänomen an den höheren Ebenen des Aufbaus von Biologie. Tatsächlich sind wir eine Art von Hyperspace-Objekten, welche einen Schatten in die Materie werfen.
Der Schatten in der Materie ist unser physikalischer Organismus. Zum Zeitpunkt des Todes zieht sich der Schatten, oder das Ding, das den Schatten wirft, zurück, und der Stoffwechsel hört auf. Die materielle Form bricht zusammen, seine Anordnung als auflösbare Struktur auf einem örtlich sehr beschränkten Gebiet beendend, welche gegenüber der Entropie aufrechterhalten wurde, indem sie Material in Umlauf hielt, durch Entziehen seiner Energie durch Abbau und Ausstoßen davon. Jenes Ding aber, das sie ordnete, ist nicht betroffen. Diese verkündenden Aussagen werden aus der Sicht der Schamanen-Tradition gemacht, welche alle höheren Religionen berührt. Alles, außer dem Rationalismus, hält sich an irgendeine Version dieser Sicht von Tod. Sowohl der psychedelische Traumzustand, als auch der psychedelische Wachzustand erhalten große Wichtigkeit, da sie eine Aufgabe des Lebens enthüllen: nämlich die, sich mit dieser Dimension, die das Sein verursacht, vertraut zu machen, und damit vertraut zu sein, in dem Moment, in dem man aus dem Leben scheidet.
Die Metapher eines Vehikels wird von einigen Traditionen verwendet: ein "Nach-dem-Tod-Vehikel", ein Astral-Körper. Schamanismus und bestimmte Arten von Yoga, taoistisches Yoga eingeschlossen, behaupten sehr deutlich, daß der Zweck des Lebens der ist, sich mit diesem Nach-dem-Tod-Körper vertraut zu machen, damit der Vorgang des Sterbens keine Verwirrung in der Psyche auslösen wird. Man wird erkennen, was geschieht. Man wird wissen, was zu tun ist, und man wird einen klaren Bruch vollziehen. Nichtsdestoweniger, es scheint tatsächlich die Möglichkeit zu bestehen, daß Sterben ein Problem ist. Es ist nicht der Fall, daß man verdammt ist zu ewigem Leben. Man kann es durch Ignoranz verpatzen.
Offensichtlich findet zum Zeitpunkt des Todes eine Art Trennung statt, wie bei der Geburt – die Metapher ist trivial, aber perfekt. Es gibt eine Möglichkeit der Schädigung oder der inkorrekten Vorgangsweise. Der englische Poet und Mystiker, William Blake, sagte, daß, wenn man in die Spirale eintritt, es eine Möglichkeit gibt, von der goldenen Spur in den ewigen Tod zu stürzen. Dieser Entscheidungspunkt dauert jedoch nur einen Moment – ein Wendepunkt des Durchgangs – und der ganze Sinn von Schamanismus und von richtig gelebtem Leben, ist es, die Seele und die Beziehung des Egos zur Seele zu stärken, damit dieser Durchgang einwandfrei gemacht werden kann. Das ist der traditionelle Standpunkt,
Ich will einen Abgrund in dieses Modell einbeziehen – etwas das Rationalisten weniger bekannt ist, aber uns allen vertraut ist, die wir als Erben der jüdisch-christlichen Kultur eine Stufe tiefer in der Psyche stehen. Das ist die Vorstellung, daß es ein Ende der Welt gibt, daß es eine endgültige Zeit geben wird, daß es nicht nur den Entscheidungspunkt des Todes des einzelnen, sondern auch jenen des Todes der Geschichte der Arten geben wird.
Worum es sich hierbei zu handeln scheint, ist, daß zwischen der Zeit der ersten Kenntnis von der Seele, bis zur Auflösung durch das apokalyptische Potential ca. 50.000 Jahre stehen. In der biologischen Zeit ist das nur ein Moment, es ist jedoch fünfmal die Zeitspanne der Geschichte. In dieser Periode schwankt alles im Gleichgewicht, da es ein wahnsinniges Hetzen vom Affentum zur Epoche der Raumschiffe ist. In dem Sprung über diese 50.000 Jahre werden Energien freigemacht, Religionen sprühen wie Funken weg, Philosophien entwickeln sich und vergehen, Wissenschaft entsteht, Magie entsteht, alle jene Angelegenheiten, welche Macht, mit größeren und geringeren Graden von ethischer Beständigkeit kontrollieren, erscheinen. Es besteht die Möglichkeit, die Umwandlung der Arten in einer Eigengesetzlichkeit des Hyperspace vorzeitig abzuschließen.
Wir befinden uns momentan, darüber kann es keinen Zweifel geben, in den abschließenden historischen Sekunden dieses Übergangspunktes – ein Übergangspunkt, der das Ende der Geschichte, unser Weggehen vom Planeten, den Triumph über den Tod, und die Freilassung des Individuums aus der Materie, beinhaltet. Tatsächlich nähern wir uns dem wesentlichsten Ereignis, dem eine planetarische Ökologie begegnen kann – der Befreiung des Lebens aus der dunklen Schmetterlingspuppe der Materie. Die alte Metapher von Psyche als Raupe, verwandelt durch Metamorphose ist eine artenweite Analogie. Wir müssen eine Metamorphose durchmachen, um im Trägheitsmoment der geschichtlichen Kräfte, die schon in Bewegung sind, zu überleben.
Evolutionsbiologen betrachten den Menschen als eine sich nicht entwickelnde Art. Irgendwann in den letzten 50.000 Jahren, mit der Erfindung der Kultur, hörte die biologische Evolution auf, und Evolution wurde ein epigenetisches kulturelles Phänomen. Werkzeuge, Sprachen und Philosophien begannen sich zu entwickeln, aber der menschliche Körpertyp blieb gleich. Somit sind wir physisch sehr ähnlich den Menschen vor langer Zeit. Aber Technologie ist die wahre Haut unserer Spezies. Die Menschheit ist, richtig gesehen, im Kontext der letzten 500 Jahre, ein Ausstoßer von technologischem Material. Wir nehmen Materie auf, die einen geringen Grad an Organisation aufweist; wir schicken sie durch mentale Filter, und wir stoßen Schmuck, Evangelien, Raumpendler (space shuttles) aus. Das ist was wir machen. Wir sind wie Korallentierchen eingebettet in einem technologischen Riff, von ausgestoßenen, psychischen Objekten. All unser Bauen von Werkzeugen deutet auf unseren Glauben an ein endgültiges Werkzeug hin. Und dieses Werkzeug ist die fliegende Untertasse, oder die Seele, im dreidimensionalen Raum verwirklicht. Wie James Joyce erkannte, ist es das Problem, dessen wie der Mensch lenkbar sein könnte. Der Mensch könnte lenkbar sein, indem er sich von innen nach außen dreht. Mit anderen Worten, der Körper muß ein verinnerlichtes holographisches Objekt werden, eingebettet in einer feststehenden hyperdimensionalen Matrix, welche ewig ist, damit jeder von uns in diesem durch das Elysium wandern kann.
Das ist eine Art von islamischem Paradies, in welchem jeder alle fleischlichen Lüste erfahren darf, vorausgesetzt, daß man erkennt, daß man nur eine holographische Projektion einer feststehenden Zustandsmatrix ist, die micro-verkleinert, superleitend und nirgends auffindbar ist. Es ist ein Teil des gefüllten Informationsraumes, und die ganze technologische Geschichte handelt von der Herstellung von Prototypen dieser Situation mit größerer und größerer Annäherung an das Ideal, so daß Flugzeuge, Automobile, Space shuttles, Raumkolonien, Raumschiffe aus denselben Komponenten, wie die Lichtgeschwindigkeitstypen sind, wie Mircea Eliade sagte", sich selbst umwandelnde Bilder des Fliegens, die Bände über das menschliche Streben nach Selbsttranszendenz sprechen."
Unser Wunsch, unsere Rettung und unsere einzige Hoffnung ist es, die historische Krise zu beenden, indem wir das Fremde werden, indem wir die Entfremdung beenden, indem wir das Fremde als unser Selbst erkennen, eigentlich indem wir das Fremde als höheren Geist betrachten, welcher alle physikalischen Gesetze des Planeten intakt hält, in der selben Art, in der man eine Vorstellung in seinem Geist intakt hält. Alle diese Gegebenheiten, welche als unerbittlich vorgeschrieben gesehen werden, sind eigentlich bloß die Launen der Göttin, die wir zufällig sind. Der ganze Sinn der menschlichen Geschichte liegt in der Wiederentdeckung dieses Stückes verlorener Information, damit der Mensch wieder lenkbar sein kann, oder um noch einmal Finnegans Wake im Moicane, dem Bordellviertel von Dublin zu paraphrasieren: Here in Mocaine we flop on the seamy side, but up ne'nt, prospector, you sprout all your worth and woof your wings, so if you want to be Phoenixed, come and be parked.
So einfach ist das, sehen Sie, aber es erfordert Mut "to be parked", wenn der grimmige Sensenmann naht. "Ein Segen in Verkleidung", so nennt ihn Joyce.
Was die bewußtseinserweiternden Drogen ermutigen, und worauf sich, wie ich hoffe, die Aufmerksamkeit konzentrieren wird, sobald Halluzinogene bis zu einem Punkt kulturell integriert sind, daß große Gruppen von Leuten Forschungsprogramme planen können, ohne Angst vor Verfolgung zu haben, ist die Gestaltung des Nach-dem-Tod-Zustandes. Die psychedelischen Drogen könnten mehr tun als diesen Zustand zu gestalten; sie könnten uns seine Natur enthüllen. Die bewußtseinserweiternden Drogen werden uns zeigen, daß die Art und Weise von Erscheinung und Verstehen verschoben werden kann, so daß wir Geist im Kontext des einen Geistes erkennen. Der eine Geist enthält alle Erfahrungen des anderen. Es gibt keine Zweiteilung zwischen dem newtonischen Universum, das auf Lichtjahre von dreidimensionalem Raum verteilt ist, und dem inneren mentalen Universum. Sie sind dasselbe.
Wir nehmen sie als unlösbaren Dualismus wahr, wegen der schlechten Qualität des Codes, den wir normalerweise gebrauchen. Die Sprache, die wir verwenden, dieses Problem zu diskutieren, besitzt eingebaute Dualismen. Das ist ein Problem der Sprache. Alle Codes haben relative Code-Eigenschaften außer dein Logos. Der Logos ist perfekt, und teilt deshalb keine, als seine eigenen Eigenschaften. Ich verwende das Wort "Logos" hier in dem Sinn, in welchem Philo Judaeus es verwendet – nämlich dem der Göttlichen Vernunft, die den archetypischen Komplex der platonischen Ideen, welche als Modelle der Schöpfung dienen, umfaßt. Solange man Karten mit etwas anderem als dem Logos herstellt, wird es Probleme mit der Codequalität geben. Der Dualismus in unserer Sprache läßt den Tod der Arten und den Tod des Individuums als zwei gegensätzliche Dinge erscheinen.
Gleichfalls werden die Szenarios, welche die Biologie und durch Berechnung die Exobiologie stellen, in dem das physikalische Universum im Gegensatz zu den Engeln und Dämonen durchgeisterten Welten, über die die Tiefenpsychologie berichtet, untersucht wird, auch als eine Zweiteilung angesehen. Die psychedelische Erfahrung dient zur Auflösung dieser Zweiteilung. Alles was man braucht, um über das akademische Verständnis der Halluzinogene hinauszugehen, ist die Erfahrung der durch Tryptamin hervorgerufenen Ekstase. Das Dimethyl-Tryptaminmolekül hat die einzigartige Eigenschaft, das strukturierte Ego in das Überselbst freizulassen. Jeder, der diese Erfahrung hat, macht eine Mini-Apokalypse, einen Mini – Eintritt, und eine Erkundung in den im Hyperspace durch. Damit die Gesellschaft sich in diese Richtung konzentrieren kann, ist nichts anderes notwendig, als daß diese Erfahrung ein Gegenstand allgemeiner Bedeutung wird.
Das soll nicht heißen, daß jeder mit halluzinogenen Pilzen oder anderen natürlich vorkommenden Quellen des psychoaktiven Tryptamins experimentieren soll. Wir sollten versuchen, die psychedelische Erfahrung zu assimilieren und zu integrieren, da es eine Ebene von Erfahrungen ist, die für jeden von uns direkt zugänglich ist. Die Rolle, die wir in Beziehung damit spielen, bestimmt, wie wir uns in jener letzten angekündigten Umwandlung präsentieren werden. Mit anderen Worten in diesem Gedanken steckt eine Art von teleologischem Vorurteil; es gibt einen Glauben, daß ein Hyperobjekt, das Übergeist oder Gott heißt, existiert, welches einen Schatten in die Zeit wirft. Die Geschichte ist die Gruppenerfahrung dieses Schattens. Während man näher und näher an die Quelle dieses Schattens kommt, verstärken sich die Widersprüche, verstärkt sich das Ausmaß der Veränderung. Was geschieht, ist, daß das Hyperobjekt in den dreidimensionalen Raum einzugehen beginnt.
Eine Art darüber zu denken, ist die, anzunehmen, daß die Wachwelt und die Welt des Traumes begonnen haben, ineinander zu verschmelzen, so daß in gewissem Sinne die Schule der UFO-Kritik, welche gesagt hat, daß fliegende Untertassen Halluzinationen wären, Recht gehabt hat, insofern, daß die Gesetze, welche den Traum lenken, die Gesetze, die den Hyperspace lenken, zu Zeiten im dreidimensionalen Raum operieren können, wenn die Barriere zwischen den beiden Modi schwach wird. Dann hat man jene eigenartigen Erfahrungen, die manchmal psychotische Brüche genannt werden, welche immer eine erhebliche Auswirkung auf den Erfahrenden haben, weil es eine außenstehende Komponente zu geben scheint, die kaum subjektiv sein kann. Zu solchen Zeiten, werden Zufälle immer häufiger und häufiger werden, bis man schließlich zugeben muß, daß man nicht mehr weiß, was los ist. Trotzdem ist es unerhört zu behaupten, daß es sich hierbei um ein psychologisches Phänomen handelt, weil der äußeren Welt begleitende Veränderungen geschehen. Jung nannte das "Synchronität", und machte ein bestimmtes Modell davon, aber in Wirklichkeit ist es eine alternative Physik, die auf die lokale Realität einzuwirken beginnt.
Es ist die Physik des Lichtes. Licht setzt sich aus Photonen zusammen. Photonen haben kein Anti-Teilchen. Das bedeutet, daß es in der Welt des Lichtes keinen Dualismus gibt. Die Grundbegriffe der Relativität sagen, daß Zeit langsamer wird, sobald man sich der Lichtgeschwindigkeit nähert, aber wenn man versucht, sich den Blickpunkt eines Dinges, welches aus Licht besteht, vorzustellen, muß man erkennen, was sonst nie erwähnt wird, nämlich, daß, wenn man sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt, es keine wie auch immer geartete Zeit gibt. Man hat die Erfahrung von Zeitlosigkeit. Wenn man sich also für einen Moment als etwas vorstellt, das aus Licht gemacht ist, oder wenn man sich vorstellt, daß man in Besitz eines Fahrzeuges ist, welches sich mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegen kann, kann man von jedem beliebigen Punkt zu jedem anderen im Universum, mit einer subjektiven Erfahrung von Zeitlosigkeit, übersetzen. Das bedeutet, daß man zu Alpha-Centauri in Nullzeit (Zeitlosigkeit) gelangt, die Zeit jedoch, die im relativistischen Universum vergangen ist, viereinhalb Jahre beträgt. Aber auch wenn man sehr große Distanzen zurücklegte, wenn man 250.000 Lichtjahre zu Andromeda überquerte, würde man trotzdem immer noch eine subjektive Erfahrung von Zeitlosigkeit haben.
Die einzige Zeiterfahrung, die man haben kann, ist die subjektive Zeit, welche von der eigenen Gedankenwelt erschaffen wird, aber in Beziehung zum newtonischen Universum gibt es überhaupt keine Zeit. Man existiert in Ewigkeit, man ist ewig geworden, das Universum altert in dieser Situation mit rasender Geschwindigkeit um einen herum, aber das wird als Tatsache des Universums angesehen. Man ist in den ewigen Modus übergegangen ... Zeit als sich bewegendes Abbild der Ewigkeit. Man ist dann getrennt von dem beweglichen Abbild, man existiert im statischen Modus der Ewigkeit.
Ich glaube, daß es das ist, wohin die Technologie drängt. Es besteht kein Widerspruch zwischen ökologischem Gleichgewicht und Auswanderung ins All, zwischen Hypertechnologie und radikaler Ökologie. Diese Themen sind Ablenkungsmanöver; die wirkliche historische Einheit, welche unmittelbar bevorsteht, ist die menschliche Seele. Der Affenkörper hat dazu gedient, uns bis zu diesem Moment der Freilassung zu tragen, und er wird immer als Brennpunkt des Selbstbildnisses dienen, aber wir beginnen mehr und mehr in einer Welt zu existieren, die von der menschlichen Vorstellungskraft gemacht worden ist. Dies ist, was die Rückkehr zum Vater, die Transzendenz der Physis, das Heraussteigen aus dem gnostischen universalen Gefängnis aus Eisen, welches das Licht einschließt, ist. Das bedeutet nicht weniger als die Umwandlung unserer Spezies.
In sehr kurzer Zeit wird eine Beschleunigung dieses Phänomens stattfinden in Form von Raumerforschung und Raumkolonien. Das korallenriffartige Tier, Mensch genannt, das Technologie über die Oberfläche der Erde ausgestoßen hat, wird endlich von allen Beschränkungen außer denen der Vorstellungskraft und der Einschränkungen der Materie, befreit werden. Es ist vorgeschlagen worden, daß die ersten Raumkolonien Bemühungen beinhalten, das idyllische Ökosystem von Hawaii als Ideal nachzubauen. Diese Übungen in ökologischem Verstehen werden beweisen, daß wir wissen, was wir tun. jedoch, sobald dieses Verständnis unter Kontrolle sein wird, werden wir in die Domäne der Kunst freigelassen werden. Das ist, wonach wir immer gestrebt haben. Wir werden unsere Welt herstellen – alle unsere Welten – und die Welt, aus der wir gekommen sind, wird als Garten aufrechterhalten werden. Was Eliade als Metaphern des selbst-transformierenden Fluges erörtert hat, wird augenblicklich in der Technologie der Raumkolonisation erkannt werden.
Der Übergang von der Erde ins Weltall, wird ein phantastisch enger genetischer Filter sein, ein viel engerer Filter als je eine Grenze vorher gewesen ist, einschließlich des genetischen und demographischen Filters repräsentiert durch die Kolonisation einer Neuen Welt. Es wird gesagt, daß die Vitalität der Amerikaner auf jene Tatsache zurückzuführen ist, daß nur die Träumer, die Pioniere und die Fanatiker die Überfahrt geschafft haben. Das wird um so mehr auf den Übergang ins Weltall zutreffen. Die technologische Eroberung des Weltraumes wird dann die Voraussetzungen schaffen zur Verinnerlichung dieser Metapher, die Eroberung des inneren Raums und zum Zusammenbruch der Zustandsvektoren, die mit dieser Technologie in newtonischen Weltraum eingesetzt, assoziiert werden. Dann wird die menschliche Spezies lenkbarer geworden sein.
Eine Technologie, die den Körper verinnerlichen, und die Seele nach außen bringen würde, wird der Weltraumkolonisation auf den Fuß folgen. "Die unsichtbare Landschaft", ein Buch von meinem Bruder und mir verfaßt, hat sich bemüht, diese Chronologie kurzzuschließen, und in gewissem Sinne, dieses Thema anzutreiben. Es ist die Geschichte, oder eigentlich die intellektuelle Untermauerung der Geschichte, einer Expedition zum Amazonas, die mein Bruder, ich und einige andere Leute 1971 machten. Während dieser Expedition formulierte mein Bruder eine Idee, die die Verwendung von Harmin und Harmalin, das sind Zusammensetzungen, welche in Banisteriopsis caapi, einer hölzernen Rebe, die als Grundstoff für ayahuasca dient, vorkommen – und eines der pflanzlichen Halluzinogene beinhaltete, das einen in die Dimension entläßt, die ich bespreche. Wir unternahmen den Versuch, Harmin in Zusammenhang mit der menschlichen Stimme zu verwenden, in jenem Versuch, den wir "das Experiment in La Chorrea" nannten. Es war die Bemühung, Ton zu verwenden, um die Molekularstruktur der Harminmoleküle aufzuladen, und sie so in den Stoffwechsel einzubinden, daß sie sich bevorzugt mit endogenen Molekularstrukturen verbinden würden.
Unser Kandidat war zu dieser Zeit die Nerven-DNS, obwohl Frank Barr, ein Forscher auf dem Gebiet der Eigenschaften des Gehirnmelanins, überzeugend argumentiert hat, daß es sehr wahrscheinlich ist, daß Harmin durch die Verbindung mit Melaninkörpern wirkt. In beiden Fällen beinhaltet der pharmakologische Prozeß eine Verbindung mit einer molekularen Stelle, wo Information gespeichert wird, und diese Information wird dann in solcher Art in das Bewußtsein gesendet, daß man beginnt, einen Ausdruck über den Aufbau der Seele zu bekommen. Unser Experiment war der Versuch, eine Art schamanistische Technologie zu verwenden, nämlich sozusagen, der Katze eine Glocke umzuhängen, ein superleitendes, telemetrisches, psychedelisches Gerät, an den Übergeist (Überbewußtsein) zu hängen, um man einen fortlaufenden Ausdruck von Informationen aus dieser Dimension zu erhalten. Der Erfolg oder Fehlschlag dieses Versuches soll von jedem selbst beurteilt werden. Die erste Hälfte des Buches beschreibt die theoretische Untermauerung des Experiments.
Die zweite Hälfte des Buches beschreibt die Theorie der Zeitstruktur, welche sich von den bizarren mentalen Zuständen ableitete, die dem Experiment folgten. Ich behaupte nicht, daß wir erfolgreich waren, sondern nur daß unsere Theorie, von dem, was geschah, besser ist als jede von Kritikern vorgeschlagene Theorie. Ob wir erfolgreich waren oder nicht, diese Art zu denken, weist den Weg. Zum Beispiel, wenn ich von der Technologie spreche, ein Raumschiff zu bauen, stelle ich mir vor, daß es mit Spannungen verwirklicht wird, die weit unter der Spannung einer normalen Taschenlampenbatterie ist. Das ist schließlich, wo die meisten interessanten Phänomene in der Natur geschehen. Das Denken ist so eine Art von Phänomen; der Stoffwechsel ist so eine Art von Phänomen.
Eine Wassermann-Wissenschaft, oder eine Wissenschaft, die die psychedelische Erfahrung ins Zentrum ihres Forschungsprogrammes stellt, sollte sich in Richtung einer persönlichen Verwirklichung dieses Zieles bewegen ... des Zieles, der Eliminierung der Barrieren zwischen dem Ego und dem Über-Ich, das Ego sich als Ausdruck des Über-Ich wahrnehmen kann. Dann kann der Angst, in die Materie geschleudert zu werden, einen riesigen Wendepunkt der Arten in Form der Apokalypse, der Krise der Beschränkung im physikalischen Raum durch die Bindung an den Planeten, gegenüberzustehen, vorgebeugt werden, indem man die Seele kultiviert und indem man Schamanismus unter Verwendung tryptaminhaltiger Pflanzen betreibt.
Psilocybin ist das am häufigsten verfügbare und erfahrungsgemäß am ehesten zugängliche dieser Präparate. Daher meine eindringliche Bitte an Wissenschaftler, Administratoren und Politiker: Psilocybin noch einmal zu betrachten, es nicht mit anderen bewußtseinserweiternden Drogen zu verwechseln und zu erkennen, daß es an sich ein Phänomen ist, mit einem enormen Potential, Menschen zu verwandeln, nicht nur jene Leute, die diese Droge nehmen, sondern die Gesellschaft in der Art wie eine Kunstbewegung oder ein mathematisches Verständnis oder ein wissenschaftlicher Durchbruch sie verwandeln würde. Diese Droge beinhaltet die Möglichkeit, die ganze Spezies umzuwandeln, allein durch die Information, welche durch sie vermittelt wird. Psilocybin ist eine Quelle der Gnosis und die Stimme der Gnosis ist im westlichen Bewußtsein schon mindestens seit 1000 Jahren verstummt.
Als die Franziskaner und die Dominikaner im 16. Jahrhundert in Mexico landeten, begannen sie sofort die Religion der halluzinogenen Pilze zu vernichten. Die Indianer nannten sie teonancatl, "das Fleisch der Götter". Die katholische Kirche hatte ein Monopol für Theophagen, und war nicht erfreut über diesen bestimmten Zugang, zu dem was geschah. Jetzt 400 Jahre später nach diesem eingänglichen Kontakt, behaupte ich, daß der Eros, der sich mit dem Beginn des Christentums aus Griechenland und Europa zurückzog, in den Bergen der Sierra Mazateca Zuflucht gesucht hat. Schließlich, nachdem er dort in die Einsiedelei gestoßen worden war, taucht er nun wieder im westlichen Bewußtsein auf.
Unsere Institutionen, unsere Erkenntnistheorien stehen auf so wackeligen Beinen und sind so mißkonstruiert, daß wir, mit Hilfe von schamanisch inspirierten Persönlichkeiten, diese uralte Sache wieder entwickeln können. Der Logos kann wieder befreit werden und die Stimme, die zu Plato, Parmenides und Heraklit sprach, kann wieder im Geist der modernen Menschen sprechen. Wenn das geschieht, wird die Entfremdung enden, denn dann werden wir das Fremde geworden sein. Dies ist ein Versprechen, das man anbieten kann; es mag einigen wie eine alptraumhafte Vision erscheinen, aber alle historischen Veränderungen von gewaltiger Größe waren emotionell aufgeladen. Sie treiben die Menschen in eine völlig neue Welt.
Ich glaube, daß diese Arbeit unter Verwendung von Hallozinogenen getan werden muß. Traditionell denkt man, daß es viele Wege zu spirituellem Fortschritt gibt. In dieser Angelegenheit muß ich auf persönliche Erfahrung zurückgreifen. In meiner Erforschung hatte ich keine guten Ergebnisse mit irgendeiner anderen Technik. Ich verbrachte Zeit in Indien, betrieb Yoga, besuchte die verschiedenen Rislüs, Roshis, Geyshays und Gurus, die Asien anzubieten hatte, und ich glaube, sie müssen über irgend etwas so Blasses, so weit Entferntes vom Schluß mit der kompletten Tryptaminektase sprechen, daß ich wirklich nicht weiß, was ich davon halten soll. Ich bleibe jedoch willens zu glauben, daß andere Zugänge möglich sind.
Tantra behauptet ein anderer Zugang zu sein. Tantra bedeutet "die Abkürzung" und es könnte sicherlich auf der richtigen Spur sein. Sexualität, Orgasmus, diese Dinge haben tryptaminähnliche Eigenschaften an sich, aber der hauptsächliche Unterschied zwischen Psilocybin und allen anderen Halluzinogenen ist Information ... riesige Mengen von Information. Aus meiner Erfahrung mit dem Halluzinogen LSD schienen die Halluzinationen hauptsächlich der Persönlichkeitsstruktur verwandt. Oft scheint mir, als wären die Visionen bloß geometrische Muster gewesen, wenn sie nicht mit einer anderen Verbindung zusammenwirkten.
Die klassische psychedelische Erfahrung, über die Aldous Huxley und seine Begleiter geschrieben haben, war glaube ich jene, welche von 200 Mikrogramm LSD und 30 Milligramm Meskalin hervorgerufen wurde. Diese Kombination liefert mehr eine visionäre Erfahrung als eine von Halluzinationen. Nach meiner Meinung besteht die einzigartige Eigenschaft des Psilocybins darin, daß sie nicht farbige Lichter und sich bewegende Gitter enthüllt, sondern Orte, Dschungel, Städte, Maschinen, Bücher, architektonische Formen von unglaublicher Komplexität. Es gibt keine Möglichkeit, daß dies als irgendeine Art von Geräusch gedeutet werden kann. Tatsächlich ist es die am höchsten geordnete visuelle Information, die man erfahren kann, wesentlich geordneter als die der normalen Wach-Sicht.
Gelegentlich wird dagegen gehalten, daß Daten nicht Gnosis sind, und daß die psychedelische Erfahrung hauptsächlich eine der Erfahrung Daten ist. Wie auch immer, es ist gerade diese Vielzahl an Dimensionen, die durch die Daten vermittelt wird, welche wichtig ist. Philo Judaeus z.B., spricht über was er den "perfekteren Logos" nennt. Er sagt, ein perfekterer Logos würde eher gesehen als gehört. Mit anderen Worten sagt dies die Formulierung des Johannesevangeliums: "Am Anfang war das Wort." ja, es war das Wort am Anfang, aber dies ist eine sehr eigentümliche Art von Wort. Es ist ein Wort, das visuell gesehen wird. Und die Sprache in welcher die Gnosis spricht, ist eine Sprache von visualen Formen in der Art, daß es keine Zweideutigkeit der Bedeutung gibt, da es kein Rückgreifen auf ein Wörterbuch, oder einheitliches Verständnis gibt. Es wird nur betrachtet. Das ist der Grund, warum es sehr schwierig ist, bei psychedelischen Präparaten, Information zu reproduzieren. Diese Dinge sind schwierig für das Englische, da es so ist, als würde man versuchen, eine dreidimensionale Darstellung von einem vierdimensionalen Objekt zu schaffen. Nur durch das Medium des Sehens kann die wahre Art dieses Logos wahrgenommen werden. Deshalb ist das so interessant. Psilocybin und ayahuasca – das tryptaminhältige Gebräu der Ureinwohner, erzeugen beide eine telepathische Erfahrung und einen geteilten Bewußtseinszustand. Die sich entfaltende Gruppenhalluzination wird in völliger Stille geteilt. Es ist sehr schwierig, dies einem Wissenschaftler zu beweisen, aber von mehreren Leuten, die so eine Erfahrung teilen, kann eine Person diese beschreiben, dann im Monolog innehalten, und eine andere Person kann diesen wieder aufnehmen. jeder sieht das gleiche! Es ist die Eigenschaft, dieses Logos, visuale Information zu sein, welche es zu einer Wahrheitsvision zu machen scheint, die man nicht erzählen kam.
Die Information, die einem so zuteil wird, ist jedoch nicht nur auf den Modus des Sehens beschränkt. Um wieder Philo Judaeus zum Thema zu zitieren, er sagt, daß der Logos "von einem gehörten Ding zu einem gesehenen Ding" übergeht, "ohne jemals einen erkennbaren Übergangspunkt zu überschreiten". Das erscheint als logische Unmöglichkeit, da es entweder das eine oder das andere ist; wenn man jedoch die tatsächliche Erfahrung macht, dann sieht man – aha! – es ist als ob gehört Geglaubtes tatsächlich etwas Gesehenes wird. Der Gedanke, der gehört wird, wird immer und immer intensiver bis er schließlich so stark ist, daß man ihn ohne Übergang jetzt im dreidimensionalen visuellen Raum betrachtet. Man befiehlt ihn. Das ist sehr typisch für Psilocybin. Natürlich muß man vorsichtig und gut informiert im Bezug auf Nebenwirkungen sein, wenn ein Präparat in den Körper eingebracht wird. Professionelle psychedelische Forscher sind sich dieser Faktoren bewußt und geben offen zu, daß die Verpflichtung gut informiert zu sein, von großer Wichtigkeit ist.
Um für mich zu sprechen, lassen Sie mich sagen, daß ich kein Mißbraucher bin. Ich brauche lange Zeit, um jede visionäre Erfahrung auszugleichen. Ich habe nie den Respekt vor diesen Dimensionen verloren. Bedrohung ist eines der Gefühle, die ich empfinde, wenn ich eine Erfahrung antrete, da ich nicht davon überzeugt bin, daß meine Segel diesmal nicht reißen werden. Ich verwende die Metapher, daß psychedelische Arbeit ist, als würde man in einem Kahn auf einen dunklen Ozean hinaussegeln. Man könnte den Mond über dem schwarzen ruhigen Wasser bedächtig aufgehen sehen, es könnte aber auch etwas so groß wie ein Güterzug mitten durch diese Szene rasen, und einen, an ein Ruder geklammert, zurücklassen. Astrologie kann hilfreich sein zu berechnen, wann man gehen soll und wann nicht, aber man muß auch Intuition in diesen Dingen haben.
Der Dialog mit dem "Anderen" ist es, welcher die Wiederholung dieser Erfahrungen lohnend erscheinen läßt. Der halluzinogene Pilz spricht mit einem, wenn man mit ihm spricht. In der Einleitung zum Buch Psilocybin: Führer zum Anbau von magischen Pilzen, das mein Bruder und ich (unter Pseudonymen) geschrieben haben, befindet sich ein Pilzmonolog, der folgendermaßen beginnt: "Ich bin alt, 50mal älter wie das Denken in eurer Spezies und ich komme von den Sternen." Das ist wörtlich. Ich schrieb es rasend schnell auf. Manchmal ist er sehr menschlich. Meine Annäherung an ihn ist Hassidisch. Ich phantasiere ihm etwas vor, er phantasiert mir etwas vor. Wir streiten darüber, was er verraten wird und was nicht. Ich sage, "Also schau mal! Ich bin der Fortpflanzer, und du kannst mir nichts verheimlichen, und er sagt, "aber wenn ich dir die fliegende Untertasse für fünf Minuten zeigen würde, würdest du herausfinden, wie sie funktioniert", und ich sage "Na, dann mach schon". Der Pilz hat viele Erscheinungsformen, manchmal ist er wie Dorothy aus Oz; manchmal ist er wie eine sehr talmudische Art von Pfandleiher. Einmal fragte ich ihn; "Was machst du auf der Erde?" und er sagte: "Hör zu, wenn du ein Pilz bist, lebst du billig; und nebenbei war das hier eine sehr nette Wohngegend, bis die Affen außer Kontrolle gerieten."
"Affen außer Kontrolle"; so nimmt die Pilzstimme die Geschichte wahr. Für uns ist Geschichte etwas ganz anderes. Geschichte ist die Schockwelle der Eschatologie. Mit anderen Worten, wir leben zu einem sehr einzigartigen Zeitpunkt, zehn oder zwanzigtausend Jahre lang, indem ein riesiger Übergang geschieht. Das Objekt am Ende der Geschichte und dahinter, es ist die Menschheit, verwandelt in ein ewiges superleitendes Überbewußtsein zum UFO, wirft einen Schatten zurück durch die Zeit.
Alle Religionen, alle Philosophie, alle Kriege, Progrome, Verfolgungen, geschehen, weil die Menschen die Botschaft nicht richtig verstehen. Der Grund dafür ist, daß es sowohl die vorwärtsfließende Kasuistik des Seins gibt, ursächlich Determinismus, als auch den Störfaktor, welcher dagegen strebt, aufgrund der Tatsache des rückwärtsfließenden, eschatologischen Hyperobjekts, das seine Schatten über die Zeitlandschaft wirft. Wir existieren also, aber da ist viel Lärm. Diese Situation, Geschichte genannt, ist völlig einzigartig; sie wird einen Moment andauern, sie begann erst vor einem Moment. Es vollzieht sich ein riesiger Ausbruch von Statik in diesem einen Augenblick, da der Affe zur Gottheit wird. Das endgültige eschatologische Objekt mäßigt und transformiert den Vorwärtsfluß des entropischen Ereignisses.
Das Leben nimmt eine zentrale Stelle in der Organisation der Materie ein. Ich lehne die Idee ab, daß wir auf ein Abstellgleis namens organische Existenz gestellt worden sind, und daß unser tatsächlicher Platz, die Ewigkeit ist. Dieser Modus der Existenz ist ein wichtiger Teil des Kreislaufes. Er ist ein Filter. Es gibt die Möglichkeit der Ausrottung, die Möglichkeit für immer in die Physis zu fallen und insofern ist die Metapher vom Sündenfall gültig. Es gibt eine spirituelle Verpflichtung, da ist eine Aufgabe zu bewältigen. Es ist jedoch nicht etwas so Einfaches, wie den Regeln eines anderen zu folgen. Das noetische Unterfangen ist eine der Hauptverpflichtungen des Seins. Unsere Rettung ist damit verbunden. Nicht jeder muß Texte über Alchemie lesen oder superleitende Biomoleküle studieren, um den Übergang zu schaffen. Die meisten Leute schaffen ihn ganz naiv, indem sie klar über die Gegenwart denken, aber wir Intellektuellen sind in einer Welt von zu viel Information gefangen. Für uns ist die Unschuld verschwunden. Wir können nicht erwarten, die Regenbogenbrücke durch einen guten Akt der Reue zu überqueren; das wird nicht ausreichen.
Wir müssen verstehen. Whitehead sagte: "Verstehen ist die Erkenntnis von Muster als solchem", und den Tod zu fürchten bedeutet das Leben mißzuverstehen. Kognitive Aktivität ist der bestimmende Faktor des Menschseins. Die Sprache, das Denken, Analyse, Kunst, Poesie, das Mythen-Machen: dies sind die Dinge, die den Weg zum Reich des Echaton weisen. Das ist was Joyce meint, wenn er sagt, daß der Mensch lenkbar sein kann. Mit anderen Worten, wir Menschen können in einen Bereich reiner Selbsterrichtung freigelassen werden. Die Phantasie ist alles. Das war Blakes Sicht. Das ist woher wir kommen. Das ist wohin wir gehen. Und es kann nur durch kognitive Aktivität angegangen werden.
Zeit ist die Idee, die solchen Vorstellungen ihre Kraft verleiht, da sie eine neue Auffassung von Zeit bedeuten. Während des Experimentes in La Chorrea sagte der Logos mir, daß Zeit nicht bloß ein homogenes Medium ist, in dem Dinge vorkommen, sondern eine flukturierende Dichte von Wahrscheinlichkeit. Obwohl uns die Wissenschaft manchmal zu sagen vermag, was geschehen kann, und was nicht, machen gewisse Dinge, was Whitehead "die Formalität des tatsächlichen Vorkommens" nannte, durch. Das ist, was mir der Logos zu erklären versuchte, nämlich warum aus der Unzahl von Dingen, die geschehen könnten, gewisse Dinge die Formalität des Vorkommens durchmachen. Der Grund ist, daß es eine modulare Hierarchie von Wellen, zeitlicher Konditionierung, oder zeitlicher Dichte gibt. Ein bestimmtes Ereignis als höchst unwahrscheinlich eingestuft, ist in manchen Momenten wahrscheinlicher als andere.
Diese einfache Erkenntnis nehmend und vom Logos an der Hand geführt, war es mir möglich, Karten der Zeit zu konstruieren, die in einen Computer einprogrammiert werden können, und die eine Karte des Eintretens von dem, was wir "Neuerung " nennen, ergeben. Als generelle Regel vermehrt sich die Neuerung offensichtlich. Sie vermehrt sich schon seit dem Anfang des Universums. Zuerst gab es nur die Möglichkeit von nuklearer Interaktion und dann als die Temperaturen unter die Bindungsstärke des Kerns fielen, konnte das Atomsystem sich formen. Dann, viel später wurde Leben möglich, dann entwickelten sich sehr komplexe Lebensformen, das Denken wurde möglich, die Kultur wurde erfunden. Die Erfindung des Druckes und des elektronischen Informationstransfers trat auf.
Was geschieht ist das Eintreten von Neuerung in Richtung dessen, was Whitehead "Verwachsung" nannte, ein sich verengender Kreis. Alles fließt zusammen, und tatsächlich verschmilzt der "autopoetische lapis", der alchemistische Stein am Ende der Zeit, wenn alles zusammenfließt. Wenn die physikalischen Gesetze beseitigt sind, das Universum verschwindet, und was zurückbleibt, ein eng gebundenes Plenum ist, die Monade, fähig sich selbst für sich selbst auszudrücken, eher als nur dazu fähig, einen Schatten als sein Spiegelbild in die Physis zu werfen. Ich komme hier in meiner Ansicht über das Ausmaß, in welchem sich die Veränderung beschleunigt, sehr nahe an den klassischen, tausendjährigen und apokalyptischen Gedanken heran. Von der Art, wie sich der Kreis verengt, sage ich voraus, daß diese Verwachsung bald geschehen wird – um das Jahr 2012. Es wird der Eintritt unserer Spezies in den Hyperraum sein, aber es wird der Zusammenbruch des Zustandsvektors zu sein scheinen, das Ende der physikalischen Gesetze und die Freilassung des Geistes in sich selbst.
Alle diese anderen Bilder – das Raumschiff, die Raumkolonie, der Lapis – das sind vorausgehende Bilder. Sie ergeben sich natürlich aus der Idee, daß Geschichte die Schockwelle der Eschatologie ist. Während man sich dem eschatologischen Objekt annähert, werden die Reflexionen, die es abwirft, dem Ding selbst immer ähnlicher und ähnlicher. Im endgültigen Moment steht das Unaussprechliche enthüllt da. Es gibt keine Reflexionen des Geheimnisses mehr. Man sieht das Geheimnis in seiner ganzen Nacktheit, und nichts anderes existiert. Aber was es ist, der Anstand kann es kaum sicher andeuten; nichts desto weniger ist es das krönende Vergnügen des Futurismus einen Vorgeschmack davon zu suchen.

IM gespräch mit Terence
Interview mit TERENCE McKENNA von Oliver Koehler
(Bisher unveröffentlichtes Interview mit dem Großmodulator Terrence McKenna, daß Oliver Köhler seinerzeit für daß nun versenkte Magazin Frontline geführt hatte.)
Oliver: Herr McKenna, in ihren Vorträgen fordern Sie zur Schaffung neuer Kunstformen auf. Dabei darf sich Trance - mit seinen Innovationen im Bereich der musikalischen und visuellen Kunst - angesprochen fühlen; nur besteht das Problem, daß das Trance-Phänomen so eine breite Akzeptanz erfahren hat, daß es inzwischen als Teil des offiziellen, staatlichen Kulturguts verstanden wird. Besitzt eine salonfähige Kunst noch genügend Impetus, um Veränderungen zu bewirken.
TERENCE McKENNA: Ich glaube, daß dieses Phänomen nach wie vor noch das offizielle Kulturverständnis außerordentlich herausfordert, denn wo auch immer die kulturellen Werte des Establishment verteidigt werden, bleibt Trance grundsätzlich kontrovers. Natürlich muß man davon absehen, daß sobald eine Szene größer wird, sich auch Taschen der Kommerzialisierung bilden werden. Meiner Meinung nach ist Trance sehr entscheidend in der Hinsicht, daß es immer noch interessante Musik und Lebensstile hervorruft. Dennoch muß es sich immer noch als Zielscheibe für die Kulturfanatiker darstellen können, sonst wird es noch zum Klischee zu gunsten des Kommerzes. Hinzu kommt noch, daß Trance Rock'n'Roll schon längst eingeholt hat. Rock'n'Roll hatte vielleicht eine Blütezeit von 10 Jahren bevor es zum Dienste der Levi's Werbung eingezogen worden ist. Seitdem herrscht ein sehr starkes kommerzielles Element. Zeitschriften wie diese hier werden eine erhebliche Verantwortung tragen müssen, um den Verlauf ähnlicher Prozesse zu verhindern.
Oliver: Auch Ihre Botschaften tragen in diesem Prozeß eine große Verantwortung. Ihre Hauptthese läuft ja darauf hinaus, daß Psychedelika in der Zerstörung des egoistischen Triebes eine wesentliche Rolle spielen. Dennoch existiert ein breiter Spalt zwischen Konsument und Aktivist. Es scheint als ob, Trance nur zu einem unter vielen Genußmitteln unserer Gesellschaft geworden ist. Glauben Sie , daß ihre Botschaften die richtigen Leute erreichen.
TERENCE McKENNA: Die Message ist schon etwas komplizierter, hat vielmehr mit Pflanzen zu tun. Aber ja, ich bin der Ansicht, daß die meisten Jugendlichen unter 25 Jahren, mit denen ich rede, sich viel mehr bewußt sind über die Werte, die man versucht, ihnen zu verkaufen als irgendeine andere Gruppe von Leuten seit den Sechziger Jahren. Zur Zeit wird viel Jugend-Bashing betrieben, was ich gerade aus diesem Grund für unbegründet halte. Ich muß aber auch zustimmen, daß es in jeder Szene ahnungslose Leute geben wird, die draufspringen einfach weil es diese Szene gibt. Der Vorwurf einer gewissen Ober-flächlichkeit in der Szene muß man aber daher ableiten, daß diese Leute ihre Drogen nicht ernst genug nehmen. Den Leuten muß gesagt werden, daß die tiefgründigsten Drogenerfahrungen bei Dosen erreichbar sind, die zu hoch sind, um in einem Club tanzen zu gehen. Im Umgang mit Psilocybin zumindest gilt für mich als Prinzip eine Dosis von 5 gramm in einsamer Dunkelheit. Was aber für den Gebrauch von Drogen im Club-Kontext spricht, ist die Tatsache, daß durch energische Körperaktivität, z.B. tanzen, Drogen viel schneller umgesetzt werden. Somit haben wir eine Strategie entwickelt, um den Gebrauch von Drogen in einer öffentlichen Situation zu managen. Scheinbar funktioniert es auch, denn warum drehen so wenige durch, obwohl sie bis zum Anschlag geladen sind?
Oliver: Sie erwähnen die Droge Psilocybin bzw. Magic Mushrooms, eine natürlich wachsende psychedelische Droge, jedoch werden in der Trance Szene oft synthetische Drogen konsumiert. In wie fern unterscheiden sich die Wirkungen von synthetischen und natürlichen Psychedelika?
TERENCE McKENNA: Das Problem mit den synthetischen Drogen liegt darin, daß sie den kriminellen Syndikalismus fördern, das Züchten und Verkaufen von natürlichen Drogen aber nicht! Wenn man 500 Gramm eines weißen Pulvers verkaufen muß, dann wird man zwangsläufig eine kriminelle Verschwörung mit seinen Freunden bilden. Zudem erkennt man an einem weißen Pulver nicht, was es wirklich ist! Die menschliche Erfahrung mit Pflanzen ist im allgemeinen viel freundlicher gewesen als mit Synthetika. Nicht unbedingt als metaphysisches Prinzip, mehr als Faustregel, wird man mehr Spaß haben wenn man bei den Pflanzen bleibt und man wird eher überleben, um die Geschichte zu erzählen. Ich glaube deshalb, daß Psilocybin die natürliche Droge des Trance sein sollte. Die Züchtung von Pilzen kann so leicht sein wie Marmelade aufmachen und erzeugt einen Lebensstil, der auf Sauberkeit, Pünktlichkeit und auf Freude zum Detail beruht. Dürfte recht großen Andrang in Deutschland finden! Es wäre aber auch schön, wenn sich der Drogengebrauch nicht nur auf Trance-Parties beschränken würde, sondern auch auf die Einsamkeit in der Natur.
Oliver: Ihre Betonung des ökologischen Bewußtseins erinnert an eine Hippie-Ästhetik, der die Trance-Szene oft ferngeblieben ist. Dennoch ist Ihr Zynismus den 68iger Hippies gegenüber unüberhörbar. Was hat Trance, das den 68iger Hippies gefehlt hat?
TERENCE McKENNA: Die 68iger Hippies waren in ihrem Umgang mit der Technologie extrem naiv. Die einzigen Technologien mit denen sie sich beschäftigten, waren die der LSD- Herstellung und die der Anlagentechnik. Außerdem fand die ganze Bewegung nur an wenigen Orten statt: Berkeley, Ann Harbour und Manhattans East Village. Wer nicht dort war, war entweder nur ein Beobachter oder Möchtegern. Trance ist inzwischen eine globale Bewegung und das hat man dem Internet zu verdanken. Die Cybergemeinde verfügt über Kommunikationsformen, die in den Sechzigern nur den großen Konzernen zur Verfügung standen. Das gibt der Szene einen größeren Zusammenhalt; gleichzeitig ist sie aber global zerstreut und deshalb sehr schwierig zu zerstören. Zudem hat sich Trance die Zeit genommen, sich zu entwickeln und aufzubauen. Ich ging 1965 nach Berkeley und bis 1970 waren alle schon ausgestiegen. Also, wenn wir 1988 als das Geburtsjahr betrachten, dann nähern wir uns der zehnten Jahresfeier: länger als die Hippie-Geschichte! Trance hat mehr Leute über einen längeren Zeitraum hinweg betroffen und hat viel tiefere Wurzeln schlagen können. Wenn man noch das technologische und ökologische Bewußtsein ins Gleichgewicht bringen könnte, dann würde das, in Verbindung mit dem globalen jugendlichen Flair, mit starken visionären Drogenerlebnissen und mit den high-tech gemeinschafts-betonten Kunstformen, ein sehr starkes Fundament für eine Subkultur oder sogar für eine Kultur, bilden. It's here to stay! Ich bin sehr optimistisch aber ich habe es nicht eilig. Denn bis zu dem Jahre 2000 wird noch die alte Ordnung von Christentum, sogenannter Demokratie und Konsum herrschen. Wir können es kritisieren aber es wäre sinnlos zu versuchen, diese Ordnung zu stürzen. Nach 2000 wird sich eine ganz andere Denkart herauskristallisieren: ein Konsens, daß die alten Denkweisen ausgeschöpft sind. Es gibt einfach nicht mehr genug Kupfer, Gold oder Öl, um jedem den amerikanischen Mittelklassetraum zu ermöglichen. (Sowieso ist so ein Lebensstil unbefriedigend: die, die ihn haben, sind schließlich auch nicht zufrieden sonst würden sie sich nicht zu Tode trinken!) Es bedarf also ganz eindeutig einer Wiedergeburt der körper- und gemeinschafts-orientierten sowie konsumablehnenden Werte, wenn wir diesen Planeten nicht zerstören wollen. Und genau zu diesem Zeitpunkt werden sich diejenigen melden, die in den neunziger Jahren am Kochen waren, und die ihre Kunst, ihre Musik, ihren Lebensstil perfektioniert haben. So wie ihnen auch mehr Kontrolle gegeben wird, so werden sich auch die Veränderungen verwirklichen. Habt Geduld! Wir sind erst in der Trainingsphase. Am Trainieren für die 2000'er Trance-Olympiade!
Alice im Wunderland ein klassiker der Psychadelischen Litaratur
Pilz
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Alice betrachtete den Pilz eine Zeitlang nachdenklich, um herauszubringen, wo er wohl seine Seiten hätte; und da er vollkommen rund war, erschien ihr diese Frage nicht ganz leicht. Schließlich aber umfaßte sie ihn mit beiden Armen, so weit sie konnte, und brach mit jeder Hand ein kleines Stück vom Rande ab.
»Gut; aber was tut nun was?« fragte sie sich und knabberte versuchsweise an dem Stück in ihrer Rechten; aber im selben Augenblick bekam sie auch schon einen heftigen Schlag unters Kinn - sie war damit an ihrem Fuß aufgeprallt!
Uber diese plötzliche Veränderung war sie sehr erschrocken, aber gleichzeitig hatte sie das Gefühl, als sei jetzt keine Zeit mehr zu verlieren, denn sie schrumpfte noch immer zusehends weiter; so ging sie also daran, etwas von dem anderen Stück abzubeißen.
Ihr Kinn drückte sich nun schon so fest gegen den Fuß, daß sie den Mund kaum noch aufbrachte; aber schließlich gelang es ihr doch, und ein kleines Krümelchen aus ihrer Linken glitt ihre Kehle hinab.
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»So! Nun habe ich doch wenigstens den Kopf frei! « rief Alice voller Fröhlichkeit aus, die jedoch alsbald in Beängstigung umschlug, als sie ihre Schultern nirgends mehr entdecken konnte: so weit das Auge auch in die Tiefe reichte war da nur ein unendlicher Hals zu sehen, der wie ein Stengel weit unten aus einem grünen Blättermeer aufzusteigen schien.
»Was ist das nur für ein grünes Zeug ?« sagte Alice. »Und wo in aller Welt sind denn meine Schultern geblieben? Und meine Hände, ach! wie kommts, daß ich euch nicht mehr sehen kann ?» Und während sie dies sagte, fuchtelte sie mit ihnen umher, aber außer einem leichten Schwanken in dem fernen Blättergrün hatte das anscheinend keine Wirkung.
Da ihre Hände offenbar nicht mehr bis zu ihrem Kopf heraufreichten, wollte sie sehen, ob sie nicht umgekehrt mit dem Kopf zu den Händen hinablangen konnte, und bemerkte zu ihrer Freude, daß sich ihr Hals ganz leicht nach allen Seiten krümmen ließ wie eine Schlange. Es war ihr eben gelungen, ihn mit einem anmutigen Schwung nach unten zu biegen, und schon wollte sie damit unter das Laub tauchen (das nichts anderes war als die Baumwipfel, unter denen sie gerade noch spazieren gegangen war), als ein heftiges Schwirren sie eilig zurückfahren ließ: eine große Taube war ihr ins Gesicht geflogen und schlug heftig mit ihren Flügeln auf sie ein.
»Schlange!« schrie die Taube.
»Ich bin keine Schlange! » sagte Alice aufgebracht. »Laß mich in Ruhe!«
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- Lewis Carroll, Alice im Wunderland (Insel-Bücherei 896, zuerst 1865)
Pilz (2) Nunmehr begann der Pilz zu wirken; der Frühlingsstrauß glühte stärker, das war kein natürliches Licht. In den Ecken regten sich Schatten, als ob sie Gestalt suchten. Mir wurde beklommen, auch fröstelig, trotz der Hitze, die von den Kacheln ausströmte. Ich streckte mich auf das Sofa, zog die Decke über den Kopf.
Alles war Haut und wurde angetastet, auch die Retina - dort wurde die Berührung Licht. Dieses Licht war vielfarbig; es ordnete sich zu Schnüren, die sanft hin- und herschwangen, zu Glasperlenschnüren orientalischer Eingänge. Sie bilden Türen, wie man sie im Traum durchschreitet, Vorhänge der Lust und Gefahr. Der Wind bewegt sie wie ein Gewand. Sie fallen auch von den Gürteln der Tänzerinnen nieder, öffnen und schließen sich im Schwung der Hüften, und aus den Perlen weht ein Geriesel feinster Töne den geschärften Sinnen zu. Das Klingen der Silberreifen an den Fesseln und Handgelenken ist schon zu laut. Es riecht nach Schweiß, Blut, Tabak, gehackten Pferdehaaren, billigem Rosenöl. Wer weiß, was in den Ställen getrieben wird.
Es mußte ein riesiger Palast sein, mauretanisch, kein guter Ort. An diesen Tanzsaal schlössen sich Nebenräume, Fluchten bis in den Untergrund. Und überall die Vorhänge mit ihrem Glitzern, ihrem Funkeln - radioaktives Gegleiß. Dazu das Geriesel gläserner Instrumente mit ihrem Locken, ihrem buhlenden Werben: »Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?« Bald hörte es auf, bald kam es wieder, zudringlicher, eindringlicher, des Einverständnisses fast schon gewiß.
Nun kam Geformtes - historische Collagen, die Vox humana, der Kuckucksruf. War es die Hure von Santa Lucia, die aus dem Fenster die Brüste vorstreckte ? Dann war die Heuer futsch. Salome tanzte; die Bernsteinkette sprühte Funken und stellte im Schwingen die Brustwarzen auf. Was tut man nicht für seinen Johannes? - verdammt, das war eine üble Zote, das kam nicht von mir, war durch den Vorhang geraunt.
Die Schlangen waren kotig, kaum lebendig, sie wälzten sich träge über die Fußmatten. Sie waren mit Brillantsplittem gespickt. Andere lugten mit roten und grünen Augen aus dem Plafond. Es glitzerte und wisperte, es zischelte und blinkte wie winzige Sicheln beim Bilwisschnitt. Dann schwieg es und kam von neuem, leiser, zudringlicher. Sie hatten mich in der Hand. »Da verstanden wir uns gleich.«
Madame kam durch den Vorhang; sie war beschäftigt, ging, ohne mich zu beachten, an mir vorbei. Ich sah die Stiefel mit den roten Absätzen. Strumpfbänder schnürten die dicken Schenkel in der Mitte; das Reisch hing drüber weg. Die ungeheuren Brüste, das dunkle Delta des Amazonas, Papageien, Piranhas, Halbedelsteine überall.
Sie ging jetzt in die Küche - oder gab es noch Keller hier? Das Glitzern und Wispern, das Zischeln und Blinken war nicht mehr zu unterscheiden; es wurde, als ob es sich konzentrierte, nun hoch frohlockend, erwartungsvoll.
Es wurde heiß und unerträglich; ich warf die Decke ab. Das Zimmer war matt erleuchtet; der Pharmakolog stand am Fenster im weißen Mandarinenkittel, der mir noch vor kurzem in Rottweil beim Narrensprung gedient hatte. Der Orientalist saß neben dem Kachelofen; er stöhnte, als ob ihn der Alp drücke.
Ich war im Bilde; es war ein Schub gewesen, und er würde gleich wieder einsetzen. Die Zeit war noch nicht um. Das Mütterchen hatte ich schon anders gesehn. Aber auch Kot ist Erde, zählt wie das Gold zu den Verwandlungen. Damit muß man sich abfinden, solange es bei der Annäherung bleibt. - Ernst Jünger, Annäherungen. Frankfurt am Main u. a. 1980 (Ullstein-Tb. 39003, zuerst 1970)
TERENCE MCKENNA VS. THE BLACK HOLE
TERENCE MCKENNA VS. THE BLACK HOLE
Note: The following are some excerpts from interviews that I conducted with Terence McKenna in late October and early November last year, in preparation for a profile that will appear in the May issue of Wired. For obvious reasons, I have chosen selections concerning his feelings about death and dying. The October interview was conducted in San Francisco just a few days before Terence underwent a craniotomy, and he therefore spoke a bit more frankly about his condition than during November, when I spent a week with him and his wonderful girlfriend Christie Silness during his sort-of recovery in Hawaii.
The comments have been edited and are not chronological; I have included my questions only when necessary. Perhaps someday the full text of our talks will be made available. In Hawaii, we had an especially entertaining routine: during the day, I would ask him the professional interviewer questions, and in the evening, after he had napped, we would get thoroughly baked and ramble through the wilds of esoterica and bibliomania. The evening chats were recorded on DAT; they need serious editing, but there's some mind-bending loops in there.
I first met Terence in the early 90s, and I feel blessed to have been able to spend some time getting to know him a little better during the last six months of his life. I found him kind, generous, and unpretentious, although he clearly had a potent dark side. He was even more brilliant and well-read than I had expected, with fistfuls of references at his command. But most remarkable for me was how he seemed to face his situation: with an admirable blend of humor, compassion, stoicism, and a willingness to stay open and awake in the midst of the big awful questions without trying to console yourself with answers. And that, for my money, is the ultimate lesson of the psychedelic path -- not the Gaian mind, or the onrushing apocalypse, or those ridiculous elves, but a radical openness to ambiguity and the unknown.
At one point I asked him what advice he had for someone about to down 100 ml of potent ayahuasca alone in a rainforest. His words were spare, the utter opposite of the guru some made him out to be: "Pay attention. And keep breathing." Words to live by, until you stop.
Erik Davis
TM: These cancer doctors give you very little hope. They tell you, Nobody escapes, it will return, you have 6 to 9 months to live, go home and make your will, you can eat anything you want do anything you want because, fella, there's nothing we can do for you.
ED: How did you initially react?
TM: With disbelief. I still find it very hard to emotionally connect with it. When I was taking high doses of steroids we had what I called the "tears and philosophy hour" ever morning, where it all came into focus and the tragedy of my passing was starkly confronted. [LAUGHS] But over the weeks, hell, we're used to it by now.
The paradox is that you don't feel bad, or at least I don't. So its like being an actor in a play. Pretend you have a lethal disease.
ED: Tell me what that play is like.
TM: There are various options. One is cure-chasing, where you head off to Shanghai or Brazil or the Dominican Republic to be with these great maestros who can save you. The other thing is, do what you always wanted to do. So that means, head to Cape Canaveral to see a shuttle launch, on to sunrise over the pyramids, on to a month in the Grand Hotel de Paris, on to Jerusalem. I wasn't too keen on that either. My tendency was just to twist another bomber and think about it all.
ED: What did you think about?
TM: I was interested in how I got into this mess. Was it my lifelong enthusiasm for recreational drugs? Was it my messing around with rocket fuel as a kid, or chemicals associated with collecting plants and insects? Was it sitting in front of my computer and firing it up morning after morning? How do you get into a mess like this? There's only about 16 of these glioblastoma multiformes a year, so its a rare disease. I never won anything before, so why now?
ED: What about the fact that it's a brain tumor?
TM: The irony of it for me is incredible. I always made my living as a brain guy, thinking. That was my department. Perturbing the brain physically, with drugs, ideas, and so forth. And I offered these doctors the chance to scold me. So what about it? A lifetime of recreational experimental drug taking, you wanna hammer on me about that? They said, Oh no, absolutely not. Well how about a lifetime of daily cannabis smoking? Oh no, look, we have data here, cannabis may actually retract tumors. I said, Listen, if cannabis retracts tumors, we would not be having this conversation. I am a study of one that can be considered definitive.
***
I always thought death would come on the freeway in a few horrifying moments, so you'd have no time to sort it out. Having months and months to look at it and think about it and talk to people and hear what they have to say, its a kind of blessing. Its certainly an opportunity to grow up and get a grip and sort it all out. Just being told by an unsmiling guy in a white coat that your going to be dead in four months definitely turns on the lights.
It makes life rich and poignant. When it first happened, and I got these diagnoses, I could see the light of eternity, a la William Blake, shining through every leaf. I mean, a bug walking across the ground moved me to tears.
***
Nothing lasts. That's one thing I think you learn from life, psychedelics, or just paying attention. Very little lasts.
These Buddhists aren't kidding: you are here for a very brief moment, and you can sit on your thumb and do whatever you want, but in fact the clock is ticking. What are you gonna do about it? Are you gonna blow it off, or be a hedonist? What are you gonna do with that? If most people took it seriously, a hell of a lot more would be done with more attention to quality and intent. And they're always talking about this stuff -- intent.
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I have to say I do feel lucky, even at this late stage of the game, I feel lucky to have lived the life I lived, and even though I have this horrific thing I feel lucky in terms of dealing with it. I don't feel like its a death sentence.
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TM: Until I'm able to run upstairs I think I just have to yield to fate. Its not clear entirely what's happening with me. If I'm getting well, that's pretty easily managed. If I'm in fact slowly slipping away, you just want to do it right and set a good example and not be a pain to your relatives, friends, and fans. And that seems pretty easy to me. It all gets very private once they tell you're about to kick.
ED: "It" being?...
TM: Life, or the management of your persona and reputation. So it's all about getting through life without disgracing oneself in some fundamental way.
ED: Do you think your illness might be turned into a spectacle?
TM: Not unless I would cooperate. Leary must have originated all those plans of dying on the net. At this conference [AllChemical Arts, September, 1999], somebody kept coming up to me and saying, Are you read for the cryogenic discussion yet? And I said, No, I don't think were going to be doing that. I don't seek to live forever. I don't want the removal of my head to become a Net event. I think part of what death is about biologically is reshuffling the gene-pool. If genes were to last forever, death would never have entered the scheme of things.
ED: Does it bother you that you probably wont be around for 2012?
TM: I'd always assumed I'd live to see 2012. It doesn't bother me very much. Very few prophets live to see their prophecies -- Joachim de Fiore didn't, Marx didn't. If its gonna happen, its gonna happen, it doesn't need cheerleading. Its built into the morphology of space and time.
That's all a very funny thing about me and my career that's different from Leary, different from all of these people: this strange relationship to prophecy and the eschaton. My fans don't understand any of that stuff, and my critics don't understand much of it either. So we all just have to put up with it until it clears itself out of the way.
***
I find to my surprise about myself, that I'm not really afraid of death. I'm pretty concerned about dying. I don't want dying to turn into some kind of wet, sticky, thrashing kind of thing. Death, hell, what are you buying? You have no idea, so why even give it a moments' thought?
| Death is the black hole of biology. It's an event horizon, and once you go over that event horizon, no information can be passed back out of the hole. So people can stand around the edge of the hole and say, Well it was this or that, but in fact, it represents some kind of limit case in the thermodynamics of information. You just can't hand messages back over that threshold. So get yourself pointed right, do not your mantras bungle, and that's about it. When you're actually dead, all bets are off. The best answer I've gotten yet out of this is from Don Delillo's Underworld, where the nun discovers that when you die you become your website. |
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ED: Your website is pretty cool.
TM: It needs work, especially if its gonna be me for eternity. It definitely needs work.
***
ED: What do psychedelics say about all this?
TM: I don't know what psychedelics say about death. I think they say a great deal about dying. I think they model dying. In a way, shamanism is proto-Buddhism. Taking plants and spending your life in esoteric philosophy and taking drugs is basically on a meditation on death. Buddhism is some form of learning how to die. And that seems worth doing. And unavoidable. If you're a serious person, how could you not confront this kind of stuff?
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ED: How have you changed emotionally?
TM: I'm much more resonant and in tune with the Buddhist demand for compassion. The world needs to be a more compassionate place. It is not moving toward that as I see it. More and more people are exploited by fewer and fewer people, more and more effectively. And the tools of exploitation, which are advertising and propaganda and all of that, grow ever more powerful and irresistible.
This is really the challenge for the future. We can build a civilization like nothing the world has ever seen. But can it be a human, a *human* civilization? Can it actually honor human values? It's one thing, the rate of invention or gross national product or production of industrial capacity -- all of these things are all very well. But the real dilemma for human beings is how to build a compassionate human civilization. The means to do it come into our ken at the same rate as all these tools which betray it. And if we betray our humanness in the pursuit of civilization, then the dialogue has become mad.
So it is a kind of individual challenge for every single person to demand that compassionate civilization. It calls for a uniquely human response from each person. And the way to be motivated to do that is to take on the fact of human mortality, your own and other peoples'.
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When I think about dying, the thing that surprises me is how much of the future I regard as history, and how I don't want to miss it. I want to know how it all comes out. I haven't a lot of money riding on my vision of things, but I would like to know how the universe came to be, what's up with extraterrestrials, where biotech is going, where the Internet is going, about robot/man space-flight to the outer planets. Because the next century will be it. We are on the brink of a posthuman existence, or we are into the early phase of the posthuman existence. So what's it gonna look like? What's it gonna feel like?
Hipparchus, in the second century BC, was asked what he feared most about death, and he said, Not being able to follow the latest discoveries in astronomy.
Well, that's precisely my position.
END
DIE BOTSCHAFT DER PILZE

  Terence Mckenna : DIE BOTSCHAFT DER PILZE Wenn Du den Weg in die psychedelische Erfahrung finden willst, dann mußt Du das ”Loslassen” üben, das ”Ausliefern” an etwas, das dir kaum verständlich erscheint. Das wichtige an der psychedelischen Erfahrung ist, daß sie durch und durch demokratisch ist. Du mußt nicht jahrelang den Boden eines Ashrams schrubben, bevor du an Dein Ziel kommst, sondern Du selbst gehst geradewegs ins Ziel. Du brauchst keine Ideologie, keine allgemein gültige Regel. Es mag interessant sein zu Vorträgen zu gehen und Informationen zu sammeln, aber es macht einen großen Unterschied, ob man über Psychedelika spricht oder ob man sie nimmt. Es ist zweifellos in Ordnung von den Erfahrungen zu erzählen, aber die wahre Aufgabe aller psychedelischen AstronautInnen unter uns ist es, tiefer zu gehen und sich selbst zu ermächtigen! Worum es hier auch in politischer Hinsicht geht, ist Ermächtigung durch direktes Erfahren. Ich erinnere mich an das Gedicht ”Ich will nicht Rekrut eurer Phantasien sein”. Genau das wird mit Psychedelika klar. Wir werden es nicht aus irgendwelchen Magazinen oder Büchern lernen. So funktioniert es nicht! Deine direkte Erfahrung aus erster Hand, Deine Meinung, Deine Gefühle, Deine Sexualität, Deine Magie ist das einzig Wahre in Deinem Universum. Übertrage Deine Treue nicht auf Ideologien, Geld, Parties und FreundInnen, denn diese Dinge sind ausserhalb von Dir. Eine Jahrhunderte lange Prägung hat dafür gesorgt, daß uns die Macht der direkten Erfahrung vorenthalten bleibt. Das ist der eigentliche Grund dafür, daß Psychedelika nicht erlaubt sind. Sie sorgen sich nicht darum, ob Menschen aus dem Fenster springen oder ähnliches. Nein, sie sind nicht interessiert an Gesundheit und Familie.  Das Ziel der Verbote liegt darin, zu verhindern, daß die Menschen ihren Spirit, ihr wahres Selbst wiederentdecken. Aber sie können uns nicht daran hindern, daß wir unser Wesen wiederfinden und uns vom Schrott der Geschichte befreien. Es ist das Potential weltweite Veränderungen herbeizuführen, denn ein ermächtigtes Individuum kann ein ganzes Reich zu Fall bringen. John Crowley, ein amerikanischer Schriftsteller, sagte etwas wundervolles über Psychedelika: ”Je tiefer Du hineingehst, je größer wird es”. Und ich denke, wir müssen anfangen, dies zu verstehen. Wenn Du fünf Gramm trockene Psilocybin-Pilze einnimmst, dann wirst Du zum Hohepriester oder zur Hohepriesterin und gleitest durch fremde Welten. Während Deiner Reise siehst Du Dinge, die kein menschliches Auge jemals gesehen hat und wohlmöglich nie mehr sehen wird. Das Universum ist so immens, so reich und schön. Wenn Du das verinnerlichst, dann ermöglichst Du Dir den Wandel zu einem besseren Wesen, einer größeren und feinfühligeren Persönlichkeit, denn Du trittst in Kontakt mit dem Kern Deiner wahren Natur. Mit dieser Erfahrung wirst Du zu einer politisch extrem gefährlichen Person. Und genau das ist mein Wunsch, daß wir eine Bedrohung für die bestehende Struktur werden, wo immer wir sie treffen. 
Chaos ist das Schlagwort der Zeit. Chaos existiert überall, Chaos existiert in jeder Zelle. Wenn Du Angst vor dem Chaos hast, kannst Du nicht psychedelisch sein. Chaos ist die Ur-Mutter aller Formen und es war die Furcht vor Chaos, die diese festgefahrene, lineare, unmenschliche Gesellschaftsordnung formte, die wir überwinden wollen. Mein Aufruf gilt einer Art Anarchie. Chaos ist der Ursprung von allem, was wir lieben, und es kann gar nicht genug davon geben! Sich der psychedelischen Erfahrung zu überlassen, heißt zu experimentieren, Chaos heraufzubeschwören, dran zu bleiben und die Hoffnung bewahren.
Die Zukunft ist eine Zukunft der Ultra-Technologie. Eine Dimension, die getrennt von dem, was als normale, natürliche Welt bezeichnet wird, existiert. Unsere mentale Fähigkeit, unsere Imagination ist so mächtig geworden, daß unsere einzige Möglichkeit der Weiterentwicklung darin zu liegen scheint, uns von der menschlichen Sichtweise zu lösen und in einen kulturellen Raum vorzudringen, der aus unseren Träumen und aus unseren Maschinen besteht. Wir sind die Techno-Cyber-Gypsy-Generation - wir sind mehr, als nur eine politische Kraft. Wir haben die Macht, das Menschliche neu zu definieren, indem wir uns unser Bewußtsein zurückholen vom Reduktionismus, vom Materialismus, von der Wissenschaft und den ganzen intellektuellen Philosophien, welche die KünstlerInnen entmachtet und sie zu SklavInnen anderer Kräfte in der Gesellschaft geformt haben. Der Vorwurf, daß sich die High-Tech-Gemeinschaft auf technische Mittel fixiert, ist ein Trugschluß. Vielmehr erleben wir momentan ein Revival alchimistischer Experimente! Wenn wir nämlich diese technischen Mittel zerlegen, stoßen wir auf die chemischen Stoffe, die die Grundsubstanzen der Erde bilden. In der momentan stattfindenden elektronischen Revolution werden diese irdischen Stoffe so zusammengefügt, daß sie eine Art Intelligenz darstellen bzw. in ihrem Zusammenwirken eine Verbindung mit der irdischen Intelligenz eingehen, die es vorher noch nie gab. Was die cyberdelische Gemeinschaft verspricht, ist die Realisation des alten alchimistischen Traums von der Verbindung zwischen Geist und Materie, eine Widerspiegelung der eigenen Seele, ein Umstülpen des Körpers von außen nach innen, um das wahre Selbst hervorzubringen. Wir leben in einer magischen Zeit.  Indem wir unsere Träume miteinander teilen, werden wir die Mauern und Grenzen zwischen uns auflösen. Wenn wir es schaffen, uns als biologische Gemeinschaft in einem technologischen Uterus zu betrachten, dann überwinden wir die kulturelle Krise. Durch Psychedelika, die neuen Medien und einen verbreitenden Informationsfluß werden wir befähigt, uns selbst bzw. unseren und unser Kinder Planeten vor dem Ruin zu bewahren. Es liegt in den Händen der High-Tech-Gemeinschaften entsprechende Informationstechnologien zu entwickeln und sie einzusetzen. Wir haben die Mittel und die Macht, die Welt in jeder Hinsicht zu verändern. Zuvor muß aber unser Bewußtsein transformieren. Und das ist es, wofür wir alle die Verantwortung tragen. Die Pilze flüsterten mir einmal zu: ”Du must einen Plan haben, denn wenn Du keinen Plan hast, wirst Du zum Teil des Planes eines anderen...”. Auszüge aus einem Gespräch von Terence McKenna mit b-Eden.

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